Design Week III: Williamsburg
Thematisch passende Eisskulptur von Okamoto Studio bei Empty Room at Fresh Kills

Aussicht von der North Sixth Street auf die Skyline von Manhattan

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2006-05-23 Design Week III: WilliamsburgDer Montag Abend gehörte (inoffiziell) vor allem dem Stadtteil Williamsburg in Brooklyn, wo im Rahmen des 11. Jubiläums von Core77 unzählige Cocktail-Parties und "Open Houses" stattfanden. Diverse Designerläden, Showrooms und Ateliers zeigten Möbel, Leuchten und Alltagsgegenstände sowohl von in Brooklyn arbeitenden Designern sowie internationaler Provenienz. So stellte das Geschäft The Futre Perfect etwa alte und neue Designs von Imu, dem Designteam aus Finnland aus. HauteGreen ist dagegen eine Ausstellung von Möbeln, die ausschliesslich aus Recycling-Materialien hergestellt werden wie ein Sessel aus Stofffetzen von Emily Pilloton oder eine tiefe Kommode aus Baustellenholzabfällen von Scrapile. Andere Projekte wie die Videoinstallation "Activated Sidewalk" im nydesignroom sind eher konzeptionelle Arbeiten. An vielen Orten wurden die Openings auch von DJs untermalt und fühlten sich eher wie eine Party an (genaue Liste: vgl. Core77-Website). Thematisch passende Eisskulptur von Okamoto Studio bei Empty Room at Fresh Kills ![]() Aussicht von der North Sixth Street auf die Skyline von Manhattan ![]() 2006-05-22 Design Week II: Meatpacking DistrictIm Meatpacking District beteiligen sich auch einige der supertrendy Modegeschäfte und Bars an der Design Week, u.a. indem sie selber Designobjekte ausstellten, wie Stella McCartney, die die neue englische Möbeldesignfirma Established & Sons in ihrer Edelboutique ausstellen liess: ![]() Bei Carlos Miele hängt dagegen ein Modell der High Line im Schaufenster: ![]() Die In-Lounge PM an der Gansevoort Street lud dagegen einfach zum Bier ein, weil sie am Ende der von Peroni gesponserten "Gansevoort Open Air Gallery", die unter anderem die Plastikguss-Stühle von Erik Swain ausstellt: ![]() Outdoor Gallery mit PM-Bar ![]() 2006-05-19 New York Design Week: May 20-23Am Samstag 20. Mai ist der offizielle Beginn der New York Design Week, die vom 20. – 23. Mai dauert. Tragendes Ereignis der Design Week ist die International Contemporary Furniture Fair (ICFF) im Jacob Javits Center in Hell's Kitchen. Doch bereits am Freitag Abend beginnen die Eröffnungen und Parties zu den unzähligen "Off-Site" Events der Design-Tage. Sie umfassen Kunst- und Design-Ausstellungen, Buchvernissagen, Launches (Yves Béhar launched an zwei verschiedenen Orten/Tagen seine Calla-High-Chair (Sonntag) und seine Leaf-Leuchte (Montag), Podiumsdiskussionen (z.B. "Women in Architecture" im Coiffeursalon Bumble & Bumble im Meat Packing District). Viele Events finden im trendy Meat Packing District statt, wo auch die Highline steht, die das nächste grosse (städtebauliche) Architekturprojekt New Yorks darstellt (vgl. Blog vom Oktober 2005) und wo sich ebenso angesagte Geschäfte wie Vitra, Bodum und Jeffrey's befinden. Andere Anlässe finden in SoHo oder in Williamsburg statt. Kalender der unzähligen Anlässe findet sich unter ICFF, Designboom und Core77 2006-05-15 Authentischer: Stadtführungen durch richtige New YorkerNachdem Manhattan vollrenoviert wurde und fast nur noch für Multimillionäre bewohnbar ist, sind soviele frühere Manhattaner (und neue Zuwanderer) nach Brooklyn gezogen, dass dort wiederum einige Quartiere – wie Dumbo oder Carol Gardens - als "in" oder sonst angesagt gelten. Sosehr, dass sie längst keine Geheimtipps mehr sind, sondern zum Erschrecken der Pioniere selbst von den doppelstöckigen roten Touristenbussen heimgesucht werden. Wer New York von der Seite der Stadtbewohner erleben will und selbst vielleicht nicht über die entsprechenden Kontakte zu eingefleischten New Yorkern verfügt, kann über die Website Big Apple Greeter einen echten New Yorker buchen, der ihn durch einen persönlichen Stadtrundgang führt. Die Stadtrundgänge sind kostenlos und Besucher und Stadtführer werden nach Interessen und Quartier, das sie kennenzulernen wünschen, miteinander vermittelt. Für einen kleinen Einblick in New Yorker Alltagssituationen vom Schreibtisch aus, ist auch die Website Overheard in New York zu empfehlen, die wie der Titel sagt, absurde und witzige Gesprächsfetzen von New Yorkern wiedergibt. Bild: Dumbo (DownUndertheManhattanBridgeOverpass) by night ![]() 2006-05-08 Stadtneurotiker: Freud via Woody AllenSigmund Freuds 150. Geburtstag wird auch in New York gross gefeiert. Schliesslich ist die Stadt nicht nur für ihre hohe Konzentration an Psychologen und Psychiatern bekannt, sondern auch für den (In)begriff des Stadtneurotikers verantwortlich. Obwohl neurologische Entdeckungen der letzten Jahre einer darwinistisch-behavioristischen Denkschule Auftrieb gegeben haben, die nicht selten an die Schädelmesser des 19. Jahrhunderts gemahnt, ist die "Jewish Science" trotz allem Prozac ebenso wenig aus New York wegzudenken wie die Brooklyn Bridge oder Bagels. So sah es auch Bürgermeister Michael Bloomberg, der den 6. Mai 2006 kurzentschlossen zum Sigmund-Freud-Tag erklärte, was er mit einem Verweis auf das in Woody Allen's Filmen porträtierte New York erläuterte. Verschiedene Ausstellungen und Anlässe gedenken dem Geburtstag Freuds, so das Jewish Museum, die New York Academy of Medicine und das Austrian Cultural Forum. Am typischsten für das freudianische New York ist jedoch die Ausstellung "On the Couch: Cartoons from The New Yorker" im Museum of the City of New York mit den besten Therapie-Witzen. Ebenfalls typisch ist der kürzlich wieder öfters am Bildschirm zu sehende Bill Murray-Film "What about Bob?", der das Klischee verewigt hat, dass im August in New York alle durchdrehen, weil die Shrinks am Meer weilen. Sehr New Yorkerisch ist auch die "Unemployed Philosophers Guild", die mit dem Verkauf von "Freudian Slippers" (Versprecher-Pantoffeln) und Uhren, deren Stunden nur 50 Minuten enthalten, das brotlose, humanistische Studium zu versilbern versucht. Museum of the City of New York The Unemployed Philosophers Guild Mode-Ausstellung: God save the QueenGrossbritanniens Einfluss auf Stil und Mode seit dem 18. Jahrhundert ist das Thema der Ausstellung AngloMania im Metropolitan Museum. Nicht von ungefähr wurde die Ausstellung mit einem grossen Gala-Dinner eröffnet, bei dem die aus England stammende Vogue-Chefredaktorin und nicht so graue Emminenz der New Yorker Modewelt, Anna Wintour, Gastgeberin spielte. In der Ausstellung werden sowohl historische Kostüme wie zeitgenössische von der englischen Geschichte und (dem historischen Hang zur Ironie der Briten) inspirierte Designs von Vivienne Westwood, Erfinderin der Punk-Couture, Alexander McQueen und John Galliano einander gegenübergestellt. Im wahrsten Sinne: denn die Ausstellungsstücke sind nicht chronologisch geordnet, sondern stehen in assoziativer Nähe nebeneinander und sind zudem in die Sammlung historischer Möbel aus England des Mets gestellt. Vom Ausstellungskonzept her etwas konfus, sind die Kostüme umso sehenswerter. Metropolitan Museum of Art ![]() Brokatkleid 1730 ![]() Vivienne Westwood Winterkollektion 1987-88 ![]() Vivienne Westwood Winterkollektion 1994-95 Ess-Instrumente:Die vollständige den Ess-Utensilien gewidmete Ausstellung "Feeding Desire: Design and the Tools of the Table 1500 - 2005" im Cooper-Hewitt Museum umfasst sowohl Antiquitäten aus der Renaissance oder Napoleons Reisebesteck wie zeitgenössische Designs. Die älteren Ausstellungsstücke enthalten die vielfältigsten Dekorationen und Macharten, seien es aus Elfenbein geschnitzte Kunstwerke oder Gravuren und Muster in Silber. Vielfältig ist auch die Art der Gegenstände. Für fast alles Essbare scheint es zumindest zu einem bestimmten Zeitpunkt der Geschichte ein eigenes Instrument gegeben zu haben: So die Glacé-Axt, der Spargelservier-Löffel, die Muschel-Gabel.... eine Vielfalt, die im Zeitalter des Fastfoods und der Auto-Kultur verloren zu gehen scheint. Bis 29. Oktober Cooper-Hewitt Museum ![]() historisches Reisebesteck ![]() Schnitzereien ![]() Contemporary Flatware Die Goldene Maus![]() Hochparterre International ist in der Kategorie "Kultur" für die Goldene Maus 2006 nominiert! Mehr Infos zum Wettbewerb gibts hier. 2006-05-05 Renzo Piano zum Dritten und Vierten:Abgesehen von Umbau der Morgan Library ist Renzo Piano auch der Architekt für das neue New York Times-Gebäude beim Times Square. Falls bewilligt, wird er zusätzlich auch für den Erweiterungsbau des Whitney Museums verantwortlich zeichnen. Der 60 Meter hohe Turm würde hinter die unter Denkmalschutz stehenden Townhouses neben dem Museum zu stehen kommen. Doch das Whitney bräuchte mehrere Spezialbewilligungen und während sich Kuratoren und Kritiker zum Projekt positiv äussern, sind gewisse Nachbarn weniger begeistert. | |||