P.S. 1 Opening:

[Architektur]
Sonntag fand die Eröffnung verschiedener Ausstellungen im P.S. 1 in Long Island City statt. Die internationalen und amerikanischen Projekte umfassen Arbeiten von Joe Bradley, Drew Heitzler, Kalup Linzy, Curtis Mitchell und Lisi Raskin sowie der Gewinner des Zürcher Kunst-Stipendiums Taiyo Onorato und Nico Krebs, die ihre Fotoserie Twilight Switch vorstellten. Wer die Eröffnung verpasst hat, hat spätestens am Samstag Nachmittag einen weiteren guten Grund finden, sich ins P.S.1 zu begeben: dann findet nämlich die erste Warm Up! Party der Sommersaison statt!
P.S.1

Dada im Moma:

[Kunst]
Letzten Sonntag ging die Dada-Ausstellung im Moma auf. Die Ausstellung, die in leicht unterschiedlicher Form bereits in Paris und Washington D.C. zu sehen war, ist nach Städten (New York, Berlin, Köln, Hanover, Paris, Zürich) geordnet, umfasst 450 Werke und wirkt in den Sälen des neuen Momas fast etwas klinisch. Moma-Dada-online Bis 11. September

Marcel Duchamp L.H.O.O.Q. 1919

Duchamp

Zaha Hadid Retrospektive im Guggenheim:

[Architektur]
Eine Grossretrospektive von Zaha Hadids Werk ist am 3. Juni im Solomon Guggenheim Museum (auf New Yorkerisch "at the googue") aufgegangen. Sie umfasst chronologisch geordnete Malereien, Skizzen, Architekturzeichnungen, Städteplanungen, Modelle, Reliefs, Möbel und Designobjekte der berühmten Architektin, die bis zum 25. Oktober zu sehen sind. Hadid im Guggenheim

Touren zu berühmten Privathäuser in Los Angeles:

[Architektur]
Ein Artikel in der New York Times vom letzten Freitag (16.6.06) schildert die Freuden und Leiden der stolzen Besitzer von berühmten Häusern. Die genannten Häuser sind entweder von berühmten Architekten gebaut ( Pierre Koenig: Case Study House No. 21 in Los Angeles) oder spiel(t)en zumindest in einem Film oder Fernsehserie eine wichtige Rolle (das viktorianische Haus aus der TV-Serie "Charmed", ebenfalls in L.A.) oder beides (das Garcia House von John Lautner, das im Film "Lethal Weapon 2" auf spektakuläre Weise "gesprengt" wurde). Der Artikel handelt davon, wie die Besitzer sich mehr wie temporäre Kuratoren ihrer Häuser fühlen, weil sie ihre Leidenschaft mit so vielen Leuten teilen müssen und wie sie von mehr oder weniger schamlosen Touristen und Architekturfanatiker heimgesucht werden, die über Gartenzäune klettern und ungefragt in ihre Wohnzimmer gaffen. Interessant für uns sind die erwähnten offiziellen Touren, die mit Einverständnis der Besitzer um und in die berühmten Residenzen führen.
MAK Center-Touren: (Tel. 001-323-651-1510)
Pasadena Heritage: (Tel. 001-626-441-6333)
Los Angeles Conservancy: (Tel. 001-213 623-2489)

Witschi musiziert:

[Kunst]
Drei vom in New York lebenden Maler Hans Witschi komponierte Stücke - "Nuclei" genannt - wurden gestern im Rahmen eines Konzert des Glass Farm Ensemble uraufgeführt. Für Hans Witschi, der vor allem für seine Malerei sowie für sein "Handbook" bekannt ist (und von dessen Leben der Film "Witschi geht" von Paolo Poloni handelt) spielte Musik schon immer eine grosse Rolle. Denn für ihn ist "alles Malerei, ausser der Musik". Witschis Musik basiert auf Improvisation, die er auch "Improofisations" nennt. Als Autodidakt hat er ein eigenes Notierungssystem entwickelt, das er für die Komposition der Nuclei benutzt hat. Die Stücke haben einen repetitiven, seriellen Charakter. Durch die progressiven Wiederholungen der Sequenzen entwickeln sie jedoch eine unvermutete Emotionalität.

Das Glassfarm Ensemble (bestehend aus Taimur Sullivan (Saxophon), Oren Fader (elektrische Gitarre), Matthew Gold (Percussion) und Yvonne Troxler (Klavier) bei der Uraufführung von Hans Witschis "Nuclei" im Tenri Cultural Center

Glassfarm Ensemble

Hans Witschi nach dem Konzert

Witschi

Cooper-Hewitt-Parties:

[Sonstiges]
Die heissbeliebten Warm Up! Parties im Hof des P.S.1 in Long Island City werden erst Ende Monat beginnen. Doch bereits ab dem 23. Juni kann man sich bis zum 8. September jeden Freitag Abend von 6-9 im exklusiven Garten der ehemaligen Carnegie Villa, in der das Cooper-Hewitt zu Hause ist, verlustieren.

Cooper-Hewitt Design Award:

[Design]
Letzte Woche wurden die Gewinner des 2006 National Design Awards des Cooper-Hewitt Design Museums , deren Verleihung am 18. Oktober stattfindet, bekanntgegeben (vgl. Blog 24.3.06). Es befinden sich darunter:

Paolo Soleri (Lifetime Achievement),l Nike Inc. (Corporate Achievement), Paola Antonelli (Design Mind), Syd Mead (Special Jury Commendation). Thom Mayne (Architecture Design), 2x4 (Communications Design), Maria Cornejo (Fashion Design), Michael Gabellinie (Interior Design), Martha Schwartz (Landscape Design), Bill Stumpf (Product Design), Craig Robins (Design Patron).

Die Jury besteht aus: CIndy Allen, Yves Béhar, Michael Bierut, Roger Mandle, Enrique Norten, Janet Rosenberg, Stefano Tonchi.

Cooper-Hewitt-Expansion:

[Architektur]
Das Cooper-Hewitt Museum sieht jetzt doch von der Grossrenovation/Expansion ab. Ein Plan, für 75 Millionen Dollar drei unterirdische Stockwerke unter die Carnegie-Villa zu bauen wurde nach einem Jahr verworfen. Stattdessen wählte das Museum eine vergleichsweise billigere Lösung, wonach die Ausstellungsräume im Museum vergrössert werden können, indem die Bibliothek und die Administration in nahegelegene separate Häuser im Besitz des Museums verlegt werden. Die Lösung scheint so simpel wie glücklich. Das Cooper-Hewitt Museum ist in der ehemaligen Carnegie-Privatvilla zuhause, was seine Vor- und Nachteile hat: Besucher können die Intimität und den Charme einer wunderschönen Villa (und im Sommer einen entsprechenden Garten!) mitten in New York geniessen. Für Ausstellungen ist der Raum oft zu knapp und wegen des vielen Holztäfers und Parketts zu heikel bzw. unflexibel. Neue Pläne der Architekturfirma Beyer Blinder Belle sollen jedoch fast 2000 m2 mehr Ausstellungsfläche ermöglichen.
Cooper-Hewitt Design Museum

Carnegie-Villa