Five Architects: Fertigbauten für das MoMa

[Architektur]
Das MoMa hat 5 Architekturfirmen dazu beauftragt, Fertighäuser zu bauen, die ab Juli auf einer freien Parzelle neben dem Moma an der 53. Strasse ausgestellt sein werden. Die Namen der fünf Architekten wurden am Dienstag, 8.1. verkündet. Es sind Kieran Timberlake Associates aus Philadelphia, Lawrence Sass aus Cambridge, Douglas Gauthier und Jeremy Edmiston aus New York, sowie Oskar Leo Kaufmann und Albert Rüf aus Österreich und Richard Horden von Horden Cherry Lee aus London. Diese Firmen habe bereits alle mit Fertigbauten gearbeitet, aber mit unterschiedlichen Ansätzen. Sie wurden aus 400 Eingaben ausgelesen.

Das Grundstück, auf dem die Häuser ausgestellt sein werden ist dasselbe, auf dem ein 75stöckiger Turm von Jean Nouvel geplant ist (vgl. Blog vom 15. November).

Blog-Mode: interaktive Modeausstellung

[Design]
Die neuste Ausstellung des Costume Institutes des Metropolitan Museums versucht eine interaktive Welt zu schaffen, indem sie von einem Blog begleitet wird, auf dem Besucher ihre Kommentare zum besten geben können. Die Ausstellung besteht aus 65 Kleidungen, die zum grössten Teil erst kürzlich in die Sammlung des Met aufgenommen wurden. Zwar reichen sie zeitlich bis ins 18. Jahrhundert zurück, doch die meisten stammen aus dem 20 Jh. und sind jeweils für eine Modeströmung (und den damit verbundenen Zeitgeist) exemplarisch, darunter berühmte Stücke von Yves Saint-Laurent, Issey Miyake und Junya Watanabe (Commes des Garçons) Dior, Gaultier, Chanel, Madame Grès, Elsa Schiaparelli u.v.a.m.

Japanisches Design erobert New York: Muji

[Design]
Im November gingen am Broadway in Soho gleich zwei Designläden auf und zwar Muji Soho und CB2. Zusammen mit dem chinesischen Warenhaus Pearl River kann der Broadway zwischen Grand und Canal Street als kleine Design-Destination betrachtet werden. Dabei ist CB2 für Puristen wohl am wenigsten bahnbrechend interessant, weil es als billigere und jüngere Zweitmarke des amerikanischen Einrichtungsgeschäft Crate and Barrel (ist genauso wie es klingt), viele Kopien und Nachahmungen bekannter Designteile enthält. Der japanischen, minimalistischen "Anti-Marke" Muji kommt dagegen fast Kultstatus zu. An der Eröffnungstag des Designgeschäfts besuchten 5000 Menschen den Laden und bildeten eine riesige Schlange um den Strassenblock. Die Marke wurde bisher bereits in den Designstores des Momas verkauft.