Apropos Calder u.a.: Storm King Skulpturenpark


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2008-10-28 Apropos Calder u.a.: Storm King SkulpturenparkEine Fahrt zum Skulpturenpark Storm King Art Center, ca. 1.30 Std. nördlich von Manhattan, ist sehr zu empfehlen. Der Park ist meisterhaft gestaltet und die Skulpturen sind gekonnt plaziert. Dazu ist der Park auch gross genug. Zudem bietet er bei jeder Jahreszeit völlig andere atemberaubende Szenerien, die die Skulpturen jeweils in veränderter Umgebung anders wirken lassen. ![]() ![]() Eté indien:Eine Fahrt zum Storm King Park ist auch schon nur der Landschaft wegen lohnenswert, besonders jetzt, im Indian Summer. Aussicht über das Hudson Valley, von Bear Mountain aus: ![]() Landschaftsarchitektur des Parks: ![]() Wie Joe Dassin in seiner Ohrenwurm-Chanson sang, l'été indien...... On ira où tu voudras, quand tu voudras Et on s'aimera encore, lorsque l'amour sera mort Toute la vie sera pareille à ce matin Aux couleurs de l'été indien ![]() ![]() Kleine Waldbewohner: ![]() 2008-10-24 Statt "Sex and the City", "Apartment and the City":Im neusten Buch der Autorin von Sex and the City, Candace Bushnell, wurde Sex durch das in New York am stärksten begehrte Objekt, das Trophy-Apartment ersetzt. "One Fifth Avenue" handelt von einem fiktiven Haus mit dieser Adresse, in dem die Crème New Yorks lebt. Wobei die innere Hierarchie im Gebäude eine Weltordnung darstellt, die zwar nur in diesem kleinen Universum Gültigkeit hat, was aber für die Bewohner alles zu repräsentieren scheint. So sollen Leute, die in zu Einzimmerwohnungen umgebauten Dienstmädchenzimmern wohnen, auf die Milliardäre in den oberen Stockwerke Resentiments hegen und eifersüchtig das Leben der noch reicheren beobachten. Bushnells neustes Buch kommt wohl gerade ein bisschen zu spät, da jetzt langsam auch im lange verschonten Immobilienmarkt Manhattans die Auswirkungen der Kreditkrise spürbar werden. Bisher galt, dass es immer Leute gibt, die an Luxuswohnungen in New York interessiert sind und Geld haben (oder umgekehrt, Geld haben und an einer Luxuswohnung in New York interessiert sind). In Bushnells drittem Buch ist jetzt eine jüngere Generation an der Reihe, die wenigstens im Geiste aus Töchtern der Sex-and-the-City-Freundinnen sein könnten. Ihr Hauptthema ist nicht mehr, wie in Sex-and-the-City Sex und Karriere, auch nicht mehr, wie im zweiten Buch, Lipstick-Jungle, wie Karriere und Familie oder Beziehung zu balancieren sind. Die neue Generation von Frauen will früh heiraten und Kinder kriegenl, weil sie nicht wie ihre Mütter "enden" will. Warnung: Bushnells Originalkolumnen, die zum Buch "Sex and the City" zusammengefasst wurden, waren lange nicht so komplex (oder gut geschrieben) wie die daraus entwickelte Fernsehserie. Den grossen Erfolg, den sie damit hatte, hatte wohl damit zu tun, dass sie Themen anschnitt, die dem Zeitgeist entsprachen und weil das Wort Sex viel darin vorkam, aber auch, weil es Beobachtungen aus der Gesellschafts- und Partyszene waren, die Insider relativ einfach auf existierende Spieler beziehen konnten. Sie waren aber auch recht negativ und deprimierend. 2008-10-19 Must see: Alexander Calder: jetzt in New York, im März in ParisEine wunderschöne Ausstellung von Calders Zirkusfiguren und Drahtporträts ist im Whitney Museum eröffnet worden. „Alexander Calder: The Paris Years“ konzentriert sich auf die Jahre, in denen Calder sich vom Illustratoren zum Bildhauer entwickelte, angefangen mit seinen Zeichnungen, die aus einer einzigen Linie bestanden, zum dreidimensionalen Draht-Porträt. Gleich zu Beginn der Ausstellung wird man von einer Wand voller Drahtporträts begrüsst. Im Inneren kommen Fans von Calders Zirkus-Nummern und Figuren voll auf ihre Rechnung. Die Ausstellung macht auch die Entwicklung zu den abstrakten mobilen Skulpturen nachvollziehbar. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou geschaffen. Sie ist bis 15. Februar im Whitney in New York und vom 18. März bis zum 20. Juli in Paris im Centre Pompidou zu sehen. 2008-10-14 Eine Bankfiliale an jeder StrasseneckeEine Auswirkung der gegenwärtigen Wirtschaftskrise, genauer von den Mergern verschiedener Banken, wird sein, dass bald viele Bankfilialen geschlossen werden. Abgesehen von den ökonomischen Problemen, die auf unerwartete Weise wirken können, weshalb man nie weiss, wen es wann treffen wird, hat dies für das Strassenbild, ja sogar das Quartierleben in Manhattan wenigstens eine gute (Neben-)Wirkung. Denn in den letzten 2-3 Jahren sind in Manhattan soviele Bankfilialen eröffnet worden, dass sie selbt die famose Apothekenkonzentration in Zürich überrundet haben. Vor allem Banken wie Washington Mutual (148 Fililalen in ganz New York City, d.h. nicht nur Manhattan) und Wachovia, die jetzt von Citigroup (Wachovia) und JP Morgan Chase (Washington Mutual) aufgekauft werden, hatten wie Unkraut vermehrt. Da auch ihre zwei Merger-Banken nicht gerade über wenig Filialen verfügen, werden daraus viele Überlappung resultieren. Man kann sich nur insofern freuen, dass jede Kleiderboutique, jede noch so unpersönliche Restaurant- oder Fast-Food-Filiale mehr "Soul" in die diversen Quartiere bringen wird als die sterilen Bankfilialen. Calvin Klein: neu auch MöbeldesignDie Modefirma Calvin Klein lanciert eine neue Home-Design Möbellinie. Zwar Calvin Klein Bettlaken u.ä. schon mehrere Jahre erhältlich, doch zum Möbeldesign wagt es die Firma jetzt zum ersten Mal. Für den Launch wird Calvin Klein ein Townhouse der neuen Siedlung "Soho Mews" nahe der Canal Street in Soho einrichten. Soho Mews wurde von der etablierten New Yorker Architekturfirma Gwathmey Siegel gebaut und ist soeben fertig geworden. Die Aktion ist, wie man hier sagt ein "No-Brainer": schliesslich profitieren beide Partien, die Möbellinie sowie die Projektentwickler. Was ist besser als eine neue Möbellinie auszustellen, die Neugier weckt, um die Townhouses zur Schau zu stellen? 2008-10-13 Indian Summer: Rote HerbstlandschaftDie Naturlandschaft rund um New York beginnt erst jetzt, sich in eine Palette von Dunkelrot, Rotorgange und Gelb zu verwandeln. Das Phänomen der buchstäblich malerischen Herbstlandschaft geschieht meist erst nach dem ersten Frost und kann sich bis in den November ziehen. Wenn es dann noch oder wieder warm wird, spricht man vom Indian Summer (was natürlich viel eleganter klingt als der nicht minder angenehme schweizerdeutsche "Altwybersummer"). Weiter Himmel: Marshland Conservancy am Long Island Sound ![]() Moosstudie beim Herbstspaziergang ![]() 2008-10-05 Verpasste Chancen: Umbau von 2 Columbus CircleDas ehemalige Lollipop Building am Columbus Circle (an der Südwest-Ecke des Central Parks) ist nun fertig umgebaut und erhält als das neue Zuhause des Museum of Arts and Design eine neue Rolle. Das 1965 von Edward Durell Stone entworfene, praktisch fensterlose Gebäude, wurde wegen der Form der Säulen auf denen es steht, Lollipop-Building genannt. Einst für die private Kunstsammlung eines reichen Erben konzipiert, war es von Anfang an bei vielen New Yorkern unbeliebt. Für viele war es stattdessen ein negatives Paradebeispiel der modernen Architektur, prominenterweise auch für Tom Wolfe, der es in seinem Buch „From Bauhaus to our House“ verriss. Für Fans der modernen Architektur war es aber ein wichtiges Gebäude, das einen Schnittpunkt in Stones Karriere darstellte: Stone verwarf damals gewisse Prinzipien der Modernen Architektur und sprach sich für einen offenen Historizismus aus. So lehnen sich die Lollipop-Säulen stark an den Dogenpalast in Venedig. Das ursprüngliche Lollipop-Building von Edward Durell Stone: ![]() Ezra Stoller © Esto Die zahlreichen Bemühungen von Architekturfans, u.a. der Organisation Landmark West, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen, blieben erfolglos. Der Umbau von Brad Cloepfil von Allied Works Architecture scheint diese Gespaltenheit zu reflektieren: Einerseits wurde die Fassade des Gebäude durch den Umbau genügend stark verändert, dass sie mit dem ursrpünglichen Design kaum mehr etwas gemeinsam hat. Andererseits blieben seine Lösungen dennoch weitgehend in den erkanntermassen schwierigen Bedingungen gefangen. Das Lollipop-Building erscheint neu sauber renoviert und modernisiert, aber auch entkräftet. Es fehlt ihm weitgehend an Persönlichkeit, oder Charakter. ![]() ![]() | |||