Offenbar steht es um die Grossüberbauung Atlantic Yards in Brooklyn noch schlimmer: Anscheinend besteht die Gefahr, dass statt der Gehry-Projekte, scheussliche generische Nutzbauten hingestellt werden könnten. Jedenfalls erklärt dies der New York Times Architekturkritiker , Nicholas Oursouff. Es sei in New York oft so, dass ein potenter Projektentwickler sich von der Stadtregierung alle möglichen Steuergeschenke, Ausnahmen der Bauverordnung und ähnliche Konzessionen erkämpfe, nur um kurz darauf die schlimme Finanzlage (die bei solch riesigen Projekten, die Jahrzehnte dauern, zwansläufig irgendwann auftaucht) geltend zu machen, wegen der am Budget gespart werden müsse. Das schlimmste dabei ist, dass jeweils die Pläne der ambitionierten Architekten irgendwelchen Fliessbandmodellen weichen müssen (womit implizit gute Architektur als frivoler Luxus deklariert wird). Offenbar sind die Bewilligungen nicht streng an die spezifischen Entwürfe geknüpft, bzw. lassen sie genug Spielraum für solche Taktiken. Laut Ouroussoff ist das in New York ein alter Trick.
Im ursprünglichen Gehry-Projekt ist die Sportarena kunstvoll von unterschiedlichen Türmen umgeben. Im neuen Entwurf (vgl. NYTimes.com) sieht sie aus wie eine gigantische Scheune.