Früchte vom Strassenhändler:

[Sonstiges]

An Manhattans Strassenecken verkaufen Strassenhändler Früchte und Gemüse wie auf Bildern der Lower East Side um die 19. Jahrhundertwende. Während Jahren schenkte ich diesen keine Beachtung, bis ich eines Tages merkte, dass sie ihre Ware nicht nur viel billiger anbieten, sondern dass es sich um dieselbe Ware handelt, die in den Supermärkten viel teurer angeboten wird. Und zwar beziehen sowohl Supermärkte wie Street Vendor ihre Ware von denselben Quellen. Nur kaufen Strassenhändler die Früchte und das Gemüse, das nicht mehr lange haltbar ist.  Im Supermarkt kann man zwar auf die Haltbarkeit und Frische der Ware zählen, doch leider geht die oft mit Unreife einher, sprich steinharte Birnen, saftlose Melonen etc. Beim Strassenhändler muss man hingegen genau schauen, ob die Früchte noch gut sind und manchmal hat man trotz allem Pech und muss die Hälfte der Erdbeeren, die man gerade erstanden hat, am nächsten Tag schon fortwerfen. So geschehen vorgestern Abend, als ich neben einem Strassenhändler eine Ewigkeit auf den Bus wartete.  Lesson No. 3: „Never buy fruits from street vendors after sunset.“ Im Licht der Strassenlaterne ist der Schimmelpilz schwer erkennbar, bzw.  nachts sind alle Katzen grau.....

Dauerstau in Manhattan

[Sonstiges]

Am Montag begann die Generalversammlung der UNO, die Midtown Manhattan jeweils lahmlegt, bzw. ein „multiday Gridlockfest“ bewirkt, wie die New York Times gestern schrieb. Während dieser Zeit ist Midtown am besten ganz zu vermeiden,  wenn man die Wahl hat. Oder aber, man nimmt so für ziemlich alle Routen die Subway, mit der man dankbar unter dem Stossverkehr durch kann und taucht gezielt punktuell an die Oberfläche auf. Da jeweils verschiedene Strassen entweder ganz gesperrt werden, sind die Alternativrouten dafür umso mehr verstopft.  An meinem Schreibtisch an der 26. Strasse, nahe an der 2nd Avenue, höre ich den ganzen Tag wie die Autos im Stau hocken. Die auch sonst stets gut befahrene Second Avenue ist nämlich eine der Hauptverkehrsachsen für den Nord-Süd-Verkehr auf der East Side, zumal Lastwagen und andere „Commercial Vehicles“ nicht auf die Umfahrungstrasse, dem FDR, dürfen. Untermalt wird der Lärm zudem von Polizei- und Newshelikoptern, die den ganzen Tag die Gegend umkreisen. Lesson no. 1: Wenn’s pressiert, muss man in New York dem Impuls, ins nächste Taxi zu steigen, widerstehen und statt dessen die Subway nehmen. Das gilt sozusagen immer, ausser vielleicht spät am Abend oder an einem Feiertag, wenn nicht viel Verkehr ist.

Schwere Entscheidung: Dessert Dilemma

[Sonstiges]
Das meiste, was im Supermarkt so angeboten wird, würde ich nie kaufen oder essen. All die Fertigmahlzeiten, 100 Sorten fettiger Chips, Back- und Kochmischungen, vom tiefgefrorenen Angebot nicht zu sprechen. Doch hin und wieder gibt es ein Angebot, das wie für mich gemacht scheint . So geschehen bei Trador Joe’s tiefgefrorenem Dilemma Cheescake. Für Leute (wie ich), die sich schlecht entscheiden können, vor allem, wenn es sich um süsse Versuchungen handelt, befinden sich in der Dilemma-Packung 8 Schnitten von vier verschiedenen Sorten Cheesecake.

 

Wenn ich so was sehe, denke ich „Ach, ich bin offenbar nicht die Einzige, die sich beim Dessertangebot schlecht entscheiden kann“ und es wird mir fast etwas warm ums Herz - trotz Tiefkühltruhe!